katathymeS bilderleben

Zur psychotherapeutischen Arbeit wird hier das Katathyme Bilderleben vorgestellt (Katathym-imaginative Psychotherapie). Dieses ist ein effektives tiefenpsychologisch fundiertes Therapieverfahren (www.freud-museum.at), welches Tagträume (Imaginationen) nutzt, um Konflikte zu bearbeiten und sich selber besser kennen zu lernen. Diese von der Phantasie getragenen Imaginationen werden im Zusammenhang mit Vorgeschichte und aktueller Situation des Patienten gemeinsam ausgewertet und therapeutisch genutzt.
Einzeltherapien können im Sitzen stattfinden oder auf der Couch.

Zeichnungen einer Patientin

Das Katathyme Bilderleben (www.agkb.de) ist von allen Krankenkassen im Rahmen eines tiefenpsychologischen Therapiekonzepts zugelassen. Es kann angewendet werden z.B. bei:

Depressionen
Ängsten und Zwängen
Psychosomatischen Problemen
Belastungsreaktionen
Krisensituationen

Bei meist einer Wochenstunde - und einer Gesamtdauer

von 30 bis 80 Sitzungen - hat es zugleich entspannende, Konflikte bearbeitende und kreative Funktionen. Kurztherapien mit 15 bis 30 Sitzungen sind ebenfalls möglich.
Die Fülle möglicher Tagtrauminhalte (der Patient beschreibt bei geschlossenen Augen aufkommende Vorstellungsbilder) wird durch die Vorgabe so genannter Standardmotive strukturiert.
Dabei handelt es sich nach Hanscarl Leuner (Begründer des Verfahrens) oft auch um Landschaftsmotive, wie z.B. Wiese, Berg oder Waldrand. Der tagträumende Patient taucht in der Regel in diesem Motiv auf und erlernt auf der Imaginationsebene beispielsweise wie er (oder sie) Konflikte besser lösen kann.
Ziel einer jeden Psychotherapie ist es, dass der Patient schließlich zum Experten für die selbstständige Lösung seiner Probleme wird, quasi zum Experten für den Bau eigener, schöner und stabiler Brücken. Gemeinsam wird der richtige Weg gesucht und abgesichert. Angestrebt wird eine möglichst optimale und individuelle Lösung des Problems. Voraussetzung ist ein gewisses Maß an Veränderungsmotivation, damit die in der Therapie gewonnenen Einsichten zu einem verbesserten Handeln und mehr Autonomie führen können.

 

Erlebte Tagtrauminhalte können je nach Lust und Laune bis zur nächsten Stunde vom Patienten gemalt werden. Diese gestalterische Darstellung hat häufig eine unterstützende Therapiefunktion.