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Gelegenheitsanfällen
und der Krankheit Epilepsie (=
wiederholtes Auftreten von Anfällen). Laien kennen oft
nur den "großen Anfall" (Grand mal)
mit Sturz, Bewusstlosigkeit und Krämpfen. Daneben gibt
es eine Vielzahl anderer Anfallstypen (oft
altersabhängig), z.T. mit Bewusstseinsveränderung (z.B.
Absencen), aber auch ohne diese. Die Ursachen
können in einer genetischen Bereitschaft liegen, aber
auch in anderen Hirnerkrankungen (z.B. Verletzungsfolgen
oder Tumoren). Deswegen sind Zusatzuntersuchungen
erforderlich, insbesondere EEG
(Elektroenzephalographie) und Kernspintomographie.
Abgegrenzt werden müssen Synkopen (Ohnmachtszustände)
anderer Ursache. Unterschieden wird in der Regel zwischen
fokalen (von einem bestimmten Hirngebiet
ausgehenden), generalisierten (von
beiden Hirnhälften ausgehenden, oft bei einer
genetischen Veranlagung) und unklassifizierbaren
epileptischen Anfällen.
Demenzen
(z.B. bei Durchblutungsstörungen, Lewy-Körper-Demenz,
fronto-temporaler Degeneration oder Demenz bei Alkohol-
oder Medikamentenabhängigkeit), aber auch von Depressionen. Dabei helfen
neurologische Untersuchung, Hirnleistungs- und andere
Tests, Blutuntersuchung, EEG und Computer- bzw.
Kernspintomographie. Einen beweisenden
"Alzheimer-Test" gibt es gegenwärtig leider
noch nicht. Ganz entscheidend ist eigentlich immer die
Abgrenzung einer altersgemäß nachlassenden
Hirnleistung von einer beginnenden Demenz, auch
Depressionen müssen gerade wegen guten
Behandlungsfähikeit vom Facharzt klar abgegrenzt werden,
auch wenn dies manchmal nicht so leicht ist. Depressionen
bei zugrundeliegender Alzheimer-Krankheit kommen
ebenfalls vor, also die Kombination von beidem.
Entmarkungsherde
(Schäden an den Markscheiden, das sind
die Hüllen der Nervenzellfortsätze, die Axone
heißen) auftreten. Später können auch die Axone selbst
Schaden leiden. Genau dies soll durch eine möglichst
frühe Therapie verhindert werden. Verschiedene Unterformen
mit vielleicht ganz unterschiedlichem Verlauf (auch einem
günstigen!) werden gegewärtig von den Forschern
diskutiert. Die Ursache ist nicht
definitiv geklärt, wahrscheinlich handelt es sich um
eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Die Symptomatik
kann vielfältig sein, am häufigsten sind
Missempfindungen, Lähmungserscheinungen, Sehstörungen
und Schwindel, auch Depressionen und eine gesteigerte
Ermüdbarkeit kommen vor. Die Diagnose beruht
auf dem Nachweis eines anfangs meist schubförmigen
Verlaufes und der Kombination mehrerer Zusatzuntersuchungen:
evozierte Potentiale, Magnetstimulation,
Kernspintomographie und der Untersuchung des Liquors (=
"Nervenwasser").
Schlafstörungen (häufig
Frühsymptom). Eine Depression mit einer
überwältigenden Schwermut, einer
Verlangsamung aller psychischen Vorgänge einschließlich
des Denkens (oder im Gegenteil einer ausgeprägten
Unruhe) und starken körperlichen Begleiterscheinungen
wie Appetitverlust oder Schlafstörung wird auch als Melancholie
bezeichnet. Hier finden Sie einen Depressions-Selbsttest. Ursächlich
kommen oft mehrere Faktoren zusammen: Genetische
Einflüsse, frühkindliche oder auch spätere
traumatische Erlebnisse (z.B. Verluste) und ein evtl.
gestörter Neurotransmitter-Stoffwechsel. Eine eindeutige
Stoffwechselstörung des Gehirns kann im Einzelfall
gegenwärtig leider nicht definitiv nachgewiesen werden
(im Gegensatz zu "richtigen Hirnerkrankungen",
z.B. Parkinson, Schlaganfall etc.). Für Laien wichtig zu
wissen: Derzeit ist ein im Blut gemessener Serotonin-Wert
für depressive Menschen ohne jede Relevanz! Organische
Erkrankungen dürfen nicht übersehen werden. Die
Abgrenzung von Angsterkrankungen (z.B.
generalisierte Angststörung, Panikstörung oder soziale
Phobie) oder Zwangserkrankungen ist
wichtig. Von Bedeutung ist auch, dass eine Depression
wahrscheinlich anfälliger macht für manche körperliche
Erkrankungen, z.B. für die koronare
Herzkrankheit. Außerdem verschlechtern zusätzliche
Depressionen die Prognose nach Herzinfarkt oder
Bypass-Operation. Umso wichtiger ist dann die Behandlung.
Untersuchungen ergaben, dass nur ca. 10% aller
Depressionspatienten nach dem gegenwärtigen Stand der
Forschung richtig therapiert werden! Jede Depression
sollte deswegen fachärztlich behandelt werden! Alle
Depressionen sind behandelbar und besserungsfähig.
Maßnahmen
(so genannte Schlafhygiene, Aufklärung über falsche
Vorstellungen zum Schlaf, Entspannungstechniken,
Psychotherapie) zum Einsatz kommen.
halbseitig, Begleitsymptome
wie Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und Verstimmungen
können auch fehlen. Die Diagnose beruht
auf den Mitteilungen des Patienten, so lassen
Kopfschmerzattacken, die mit Übelkeit, vorübergehender
Arbeitsunfähigkeit und Lichtempfindlichkeit verbunden
sind, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Migräne
schließen. Ursächlich kommen mehrere
Faktoren zusammen: Erbliche Veranlagung,
Funktionsstörungen im Hirnstamm,
Durchblutungsveränderungen in Gehirn und Hirnhaut und
modifizierende psychologische Einflüsse.
bestimmte Rückschlüsse zu) beruht auf
der Kombination eines Zitterns der Hände und Unterarme
beim Halten (evtl. zusätzlich beim Bewegen
- bei der Parkinson-Krankheit typischerweise in Ruhe!)
und der Abwesenheit anderer neurologischer Symptome. Die
Diagnose wird bestätigt durch eine längere Dauer der
Krankheit (bis zur Diagnose schon mindestens 3 Jahre ohne
Hinzutreten anderer Beschwerden), die Erkrankung anderer
Verwandter (in ca. 60% oder mehr) und die oft bessernde
Wirkung von Alkohol auf das Zittern (obwohl der
essenzielle Tremor nicht durch vermehrtes Trinken
verursacht wird und dies natürlich nicht zur Therapie
genutzt werden kann). Die Abgrenzung von
anderen Erkrankungen mit Tremor ist wichtig, ganz
besonders bei den nicht erblichen Formen, z.B. Parkinson
(einseitig betontes Zittern, u.U. auch stärkerer
Beintremor, Zittern überwiegend in Ruhe, zusätzliche
Gehstörungen), Dystonie (Tremor in
einem Arm betont oder ungewöhnliche Kopfhaltung), psychogener
Tremor (z.B. plötzlicher Beginn) oder medikamentös
bedingter Tremor (z.B. durch
Schilddrüsenpräparate, Antidepressiva oder bestimmte
Herzmittel).
bei Engpass-Syndromen oder
Nervenwurzelschäden an der Wirbelsäule) oder zentralen
Nervensystem (etwa nach einem Schlaganfall oder
im Rahmen einer Multiplen Sklerose). Erheblich verbessert
hat sich in den letzten Jahren die Therapie
dieser Nervenschmerzen, nicht zuletzt durch
neue, besser verträgliche Medikamente. Die Palette der
verfügbaren (und verträglichen!) Substanzen ist
größer geworden: Eingesetzt werden u.a. Antidepressiva
mit schmerzlinderndem Effekt (z.B. Amitriptylin oder
Duloxetin), auch ansonsten zur Behandlung der Epilepsie
eingesetzte Substanzen wirken schmerzlindernd, z.B.
Pregabalin (diese Substanz hilft auch bei der Fibromyalgie).
Daneben existiert ein breites Spektrum weiterer
Medikamente, vom Lidocain-Pflaster bis zur
Opiat-Tablette, außerdem darf man nicht-medikamentöse
Behandlungsmaßnahmen wie die Akupunktur nicht vergessen.
Wichtig für die Betroffenen ist der pragmatische Umgang
mit den Medikamenten, also nicht etwa ein Medikament
ausschließen, weil es ansonsten zur Behandlung der
Epilepsie eingesetzt wird! Realistische Therapieziele
sind eine Schmerzreduktion um 30 bis 50%,
Verbesserung von Schlaf und Lebensqualität, die absolute
Schmerzfreiheit ist ein Glücksfall. (LITERATUR:
Sommer/Birklein/Krone, Therapie neuropathischer
Schmerzsyndrome, Uni-Med Verlag, Bremen 2006, INTERNET: www.med.tu-muenchen.de/dfns -
Neuropathischer Schmerz mit vielen Patienten-Infos oder www.dgss.org - Deutsche
Gesellschaft zum Studium des Schmerzes)
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